Contentmanagement

WordPress vs. Joomla: Welches CMS eignet sich für wen?

  • WordPress eignet sich vor allem für kleinere Websites und kleinere Unternehmensauftritte sowie Magazine und Blogs, auch mit mehreren Autoren.
  • Joomla ist besser skalierbar und eignet sich für komplexere Websites mit höherem Anteil an Eigenentwicklung, für Community-Websites, für kleinere Shops, generell für Websites mit Frontend-Loginbereich.
  • Für den Enterprise-Bereich, bei dem Entwicklungskosten und auch SEO eine untergeordnete Rolle spielen, eignet sich in der Regel WordPress kaum und Joomla eingeschränkt. Geeigneter für diesen Bereich sind CMS wie TYPO3.

Ich entwickle seit über 10 Jahren mit Joomla und kenne dieses CMS wie meine Westentasche. Mit WordPress arbeite ich seit einigen Jahren, sodass ich an dieser Stelle mal einen ausführlichen Vergleich beider CMS leisten werde. Zuerst liste ich die größten Vorteile jedes CMS auf, schließlich vergleiche ich ausführlich nach Anforderungen. Vor allem der Vergleich nach Anforderungen ist wichtig für alle, die sich nicht zwischen einem der beiden CMS entscheiden können. Ins Detail gehen im Folgenden die Vergleiche aus diversen Perspektiven.

Die größten Vorteile von Joomla

Logo JoomlaGegenüber WordPress hat Joomla aus meiner Sicht einige unschlagbare Vorteile:

  • Rechtesystem. Das Rechtesystem ist bei Joomla komplexer und freier gestaltbar. Bei WordPress gibt es zwar Rollen (Administrator, Autor etc.), deren Details können aber nur über Umwege bearbeitet werden. Joomla erlaubt es, komplexe Benutzergruppen und Benutzerebenen zu definieren. Relevant wird das Rechtesystem für Websites, an denen viele User mit unterschiedlichen Rechten mitarbeiten, beispielsweise Redakteure, Entwickler, registrierte User.
  • Community-tauglich. Aufgrund des Rechtesystems eignet sich Joomla sehr viel besser als WordPress, um eine Community oder zumindest einen Login-Bereich aufzubauen.
  • Komplexere Gestaltung von Menüs. Was bei WordPress Widgets sind, sind bei Joomla Module. Diese Module sind im Prinzip Skripte, die an verschiedenen Stellen im Template platziert werden können, beispielsweise Menüs für Seitenleisten. In Joomla können diese Module sehr viel freier platziert und einzelnen Seitenbereichen zugeordnet werden, sodass man mit Joomla leichter komplexere Seiten mit tieferen Verzeichnisstrukturen bauen kann.
  • Individuelle Entwicklungen und Webanwendungen. Das PHP-Framework von Joomla erlaubt es Entwicklern, auch komplexere Webanwendungen zu bauen. Dafür nutzt Joomla ein System aus sogenannten Komponenten, Plugins und Modulen. Komponenten sind ganze Website-Bereiche (etwa ein Blog); Plugins sind Skripte, die an verschiedenen Punkten während des Website-Aufbaus ausgeführt werden; Module sind Skripte, die an verschiedenen Stellen im Template platziert werden können, etwa Menüs.

Die größten Vorteile von WordPress

Logo WordPressDas sind die größten Vorteile, die WordPress gegenüber Joomla ausweist:

  • Einfachere Redaktionsarbeit. Was Redaktionsarbeit angeht, ist WordPress nahezu unschlagbar. Der von Haus aus mitgelieferte Wysiwyg-Editor ist einfacher als der von Joomla, und mit dem Gutenberg-Editor stellt WordPress eine neue Generation von Editoren zur Verfügung, für die es in Joomla noch kein Pendant gibt. Das Handling von Bildern und Medien ist in WordPress deutlich besser. Kommentare sind von Haus aus möglich, im Gegensatz zu Joomla. Und sogenannte Shortcodes erlauben es auch Redakteuren mit wenig HTML-Kenntnissen, interessante Elemente in ihren Artikeln unterzubringen.
  • Super schnelles Setup. Das initiale Setup geht bei WordPress deutlich schneller von der Hand als bei Joomla. Damit eignet sich WordPress vor allem für den raschen Bau von kleinen Onepagern bzw. Mikro-Websites und Blogs.
  • Anfängerfreundlich. WordPress eignet sich vor allem für … Noobs 🤓 Nicht zuletzt deshalb, weil es sehr einfach ist, WordPress durch Plugins zu erweitern.
  • Schnellere Entwicklung eigener Plugins. Einfache Plugins lassen sich bei WordPress sehr viel schneller entwickeln als Komponenten bei Joomla – hier machen auch Entwickler mit weniger WordPress-Erfahrung rasch Fortschritte. Viele Anpassungen lassen sich direkt über die Datei functions.php vornehmen, eine zentrale Datei in jedem Template, die viele Aspekte des Templates steuert.

Vergleich nach Anforderungen und Zweck

Die wichtigste Frage, anhand der eine Entscheidung für oder gegen ein CMS getroffen wird, ist die nach dem Zweck der Seite. Im Folgende einige typische Szenarien im Überblick.

Digitale Visitenkarten und Mikro-Websites. Für Mini-Websites, die ggf. nur aus einer einzigen Seite oder wenigen Unterseiten bestehen und vielleicht noch einen Blog benötigen, ist WordPress das geeeignetere CMS. Beispiel: Unsere Agenturwebsite onblur.de, die mit WordPress aufgesetzt ist. Für die Teamseite und die Jobseite wurden hier mit minimalem Aufwand eigene Plugins entwickelt, die es Redakteuren ermöglichen, über das Backend Teammitglieder zu bearbeiten oder neue Stellen auszuschreiben.

Websites mit verschachtelter Struktur. Sobald eine Website viele verschiedene Ebenen haben soll, wird WordPress zu kompliziert. Beispiel: Ich möchte viele verschiedene Ratgeber auf meiner Website unterbringen, auf Ebene 1 habe ich entsprechend die Kategorie Ratgeber, auf Ebene 2 die einzelnen Ratgeber, auf Ebene 3 die einzelnen Abschnitte zu jeweiligen Ratgeber. Das ist sicher mit WordPress umzusetzen, geht aber mit Joomla sehr viel einfacher von der Hand.

Seiten mit Fokus auf Landingpages. Landingpages lassen sich mit WordPress extrem einfach bauen und gestalten. Entwickler haben beispielsweise die Möglichkeit, im Template eine Abwandlung der Standard-Seite zu erstellen und zu gestalten. Beispiel ist die Startseite onblur.de, die sehr individuell aufgebaut ist im Vergleich zu anderen Standardseiten wie Impressum.

Onlineshops. Onlineshops lassen sich im Prinzip mit beiden CMS gleich gut oder gleich schlecht bauen. Für Joomla gibt es beispielsweise die Komponente VirtueMart, über die sich kleinere Shoplösungen umsetzen lassen. Für WordPress gibt es WooCommerce. Beide Lösungen sind sicher geeignet, wenn der Shop nur eine einfache Ergänzung zu den eigentlichen Inhalten der Seite sein soll. Für einen vollwertigen, professionellen Onlineshop ist aber ein Shopsystem wie Magento geeigneter.

Community-Websites. Websites mit Community-Funktionen und Nutzerbereichen lassen sich mit Joomla sehr viel einfacher umsetzen. Einerseits hat Joomla ein ausgefeiltes Rechtemanagement, das Nutzer und Nutzergruppen sehr fein justieren lässt. Andereseits gibt es hervorragende Komponenten, mit denen sich moderne Communities à la Facebook oder auch auch altbackene Foren bauen lassen. Beispiel ist unser Portal fernstudi.net, das mit Joomla umgesetzt ist und mehr als 2000 angemeldete User in der Datenbank hat.

Onlinemagazine und Blogs. Kleine Blogs und Onlinemagazine lassen sich sehr viel besser mit WordPress bauen. Mit Joomla kann man von Haus aus nur sehr eingeschränkt bloggen und ist auf zusätzliche, teils kostenpflichtige Erweiterungen angewiesen. Eine Kommentarfunktion gibt es nur in Form von zusätzlichen Komponenten oder Eigenentwicklung. Wer mit Joomla bloggen will oder ein Magazin betreiben will, muss erst einmal sehr viel selbst entwickeln. Bei WordPress funktioniert all dies mit wenig Aufwand. Wer sein Onlinemagazin allerdings ausbauen will und beispielsweise um ein Forum oder einen Nutzerbereich ergänzen will, für den könnte Joomla geeigneter sein.

Vergleich aus SEO-Perspektive

SEO steht für search enginge optimization – damit Suchmaschinen eine Website gut „verstehen“ können, sollte die Website gewissen technischen Standards entsprechen. Wie Joomla und WordPress diesen Standards entsprechen, zeigt die folgende Tabelle.

im Nachteil  im Vorteil
Logo JoomlaJoomlaLogo WordPressWordPress
Sprechende URLs und Ordner URLs können über Menü und Beiträge angepasst werden; Entwickler können über ein Router-System individuelle Regeln bauen; besser als WordPress URL-Struktur einfach konfigurierbar, kommt bei komplexen Seiten aber schnell an Grenzen
Metadaten Title und Description anpassbar, von Haus aus keine Open-Graph-Angaben, aber erweiterbar; einzelne Erweiterungen sind mal gut, mal weniger gut entwickelt in der Verwendung von individuellen Metadaten Title und Description anpassbar, von Haus aus keine Open-Graph-Angaben, aber sehr einfach erweiterbar bspw. durch All in One SEO Pack (Plugin) oder Yoast SEO (Plugin); besser als Joomla, weil einfacher zu erweitern
Bilder-SEO von Haus aus werden Bilder nicht optimiert und auch nicht optimiert ins HTML eingefügt, Entwicklungsarbeit nötig, um Bilder zu optimieren Bilder werden automatisch optimiert, zugeschnitten und als responsive images ins Markup eingefügt
Strukturierte Daten von Haus aus fast gar nicht, je nach eingesetzter Komponente aber integriert; via Template-Überschreibungen können Entwickler teilweise rasch strukturieren, etwa die Breadcrumbs Themes können angepasst werden und der Gutenberg-Editor bietet eine wachsende Palette an Möglichkeiten, um strukturierte Elemente direkt in Artikel einzufügen; hier ist WordPress besser als Joomla, allerdings nicht von Haus aus
Performance von Haus aus je nach Template gut; integriertes Caching-System, erweiterbar durch Cache- und Ressourcen-Optimizer; bei großen Seiten mit viel Content und vielen Usern muss etwas Entwicklungs-Aufwand in die Performance-Optimierung gesteckt werden je nach Template sehr gut; viele Plugins verteilen ihre Ressourcen leider über die gesamte Seite an unnötige Stellen, was den Ballast erhöhen kann; Optimierung durch Cache- und Ressourcen-Plugins möglich; vor allem bei Mikrosites besser als Joomla

Fazit: SEO-technisch hat WordPress in den meisten Kategorien zwar die Nase vorn. Grundsätzlich gibt es aber nichts, was bei Joomla nicht auch umsetzbar wäre. Vor allem größere Joomla-Seiten können technisch deutlich einfacher und besser optimiert werden als beispielsweise TYPO3-Projekte. Wer Ressourcen für technische SEO-Optimierung zur Verfügung hat, kann zwischen Joomla und WordPress entscheiden; wer keine Ressourcen hat, Wert auf SEO legt und eine kleinere Website bauen will, sollte WordPress nutzen.

Vergleich aus Redakteur-Perspektive

Je nach Projekt arbeiten Redakteure, Autoren oder Blogger sehr intensiv an Websites. Die folgende Tabelle vergleicht beide CMS aus deren Perspektive.

im Nachteil leicht im Nachteil CMS im Vorteil
Logo JoomlaJoomlaLogo WordPressWordPress
Editoren nutzt von Haus aus TinyMCE, der überladen ist, aber konfiguriert werden kann; Editor kann ausgetauscht werden durch andere Editoren und/oder Eigenentwicklung, bspw. JCE (Komponente), der auch Rechtemanagement ermöglicht; Handling insgesamt nicht so gut wie in WordPress Gutenberg Editor ist teilsweise gewöhnungsbedürftig bis nervig für Profis, weist aber in eine interessante Zukunft, vor allem was Umgang mit strukturierten Daten angeht; bei Bedarf kann man auf klassischen Editor switchen, der einfach zu bedienen und effizient ist
Medienmanagement Medien können verwaltet, aber nicht direkt bearbeitet werden; einziger Vorteil: Medien können in Ordnern sortiert werden Medien können sehr bequem über den Medienmanager verwaltet und bearbeitet werden, werden nach Upload in verschiedenen Zuschnitten bereitgestellt
Moderation von Haus aus gibt es keine Kommentarfunktion, typische Kommentar-Erweitungen wie JLex Comment bieten aber gute Möglichkeiten zur Moderation Kommentare lassen sich sehr einfach über das Backend moderieren
Backend/Frontend Redaktionsarbeit findet typischerweise im Backend statt, kann aber in weiten Teilen bis ausschließlich auch über das Frontend erfolgen; hier ist Joomla eindeutig im Vorteil Artikel können von Haus aus nur über das Backend bearbeitet werden
Menü-Handling Menüs lassen sich einfach auf für Redakteure leicht erstellen und bearbeiten; Menüs können sehr flexibel innerhalb im Template vorgegebener Strukturen platziert werden, und können beispielsweise auch einzelnen Menüpunkten zugeordnet werden Menüs können von Redakteuren bearbeitet werden und innerhalb im Template vorgegebener Strukturen platziert werden, können jedoch nicht einzelnen Menüpunkten zugeordnet werden
Shortcodes Shortcodes können mithilfe von Plugins eingesetzt werden, sind aber von Haus aus kaum vorgegeben und eher untypisch für Joomla; Redakteure müssen entsprechend sicherer in HTML sein und haben von Haus aus teils weniger Möglichkeiten, Artikel zu gestalten Shortcodes lassen sich durch Entwickler oder Plugins sehr einfach implementieren und sind ein typisches Element in WordPress-Artikeln; Shortcodes werden nach und nach ersetzt durch Gutenberg-Blöcke; WordPress ist hier deutlich weiter

    Fazit: An sich bietet WordPress für Redakteure die bessere Umgebung, insbesondere für kleinere Seiten. Sobald ein Projekt aber größer und komplexer wird, kommt WordPress an seine Grenzen. Beispielsweise ist es schwierig in WordPress, die Rechte für Autoren und Redakteure zu bearbeiten. So können Redakteure beispielsweise Plugins bearbeiten und ändern, was erfahrungsgemäß immer wieder zu Problemen führt. In Joomla können die Rechte für Redakteure sehr fein festgelegt werden.

    Vergleich aus Entwickler-Perspektive

    Wie zugänglich ein CMS für Entwickler ist, spielt eine wichtige Rolle, wenn es um Kostenplanung geht. TYPO3 beispielsweise ist für Entwickler nicht sonderlich barrierefrei, was die Entwicklungskosten in die Höhe treibt. Die folgende Tabelle vergleicht beide CMS aus Entwickler-Perspektive.

    im Nachteil im Vorteil
    Logo JoomlaJoomlaLogo WordPressWordPress
    Lernkurve Lernkurve für Entwickler etwas flacher als bei WordPress, was auch an der Framework-Komplexität und dem Mehr an Möglichkeiten liegt; dennoch verglichen mit TYPO3 schneller Einstieg in die Entwicklung eigener Templates und Komponenten möglich Entwicklung eines Themes, eigener Plugins oder einfach Anpassung eines Themes geht auch für Entwickler ohne WordPress-Erfahrung sehr schnell
    Dokumentation Core an sich gut dokumentiert; für Erweiterungen gibt es allerdings keinen Support-Standard wie bei WordPress; Dokumentation einzelner Komponenten je nach Professionalität der Komponente; im großen und ganzen gute Dokumentation, insbesondere im Vergleich mit TYPO3 Core ist ausgezeichnet dokumentiert; jede Erweiterung hat einen eigenen Support-Bereich auf wordpress.org
    Rechtesystem komplexes Rechtesystem, das es ermöglicht, eigene Rechte und Gruppen anzulegen und in den meisten Komponenten Rechte zu verteilen; auch der Content kann für spezifische Nutzergruppen zugänglich gemacht werden; hier braucht Joomla dem Vergleich zu TYPO3 nicht zu scheuen und ist WordPress Welten voraus WordPress bietet von Haus aus nur ein paar Nutzergruppen; Rechte können mittels User Role Editor (Plugin) etwas angepasst werden, was aber sehr dirty wirkt; Redakteure haben bswp. teils zu viele Rechte und können etwa neue Plugins installieren
    Security der Core ist an sich sehr sicher und wird laufend aktualisiert; einzelne Erweiterungen können natürlich unsicher und anfällig für Angriffe sein – hier liegt es entsprechend in der Verantwortung der Entwicklung, das System aktuell zu halten und Plugins möglichst selbst zu entwicklen der Core ist an sich sehr sicher und wird laufend aktualisiert; einzelne Erweiterungen können natürlich unsicher und anfällig für Angriffe sein – hier liegt es entsprechend in der Verantwortung der Entwicklung, das System aktuell zu halten und Plugins möglichst selbst zu entwicklen
    Deployment lokale Entwicklung und Deployment via Git ist möglich; Updates müssen ggf. aber auch am Live- oder Staging-System durchgeführt werden, weil die DB-Änderungen nicht deployed werden können; hier hat TYPO3 die Nase vorn lokale Entwicklung und Deployment via Git ist möglich; Datenbank-Deployment ist aufwändig, weil alle Links im Content immer als absolute Links gespeichert werden; Updates müssen ggf. aber auch am Live- oder Staging-System durchgeführt werden, weil die DB-Änderungen nicht deployed werden können
    Update-Prozess der Core und die meisten Plugins können einfach über das Backend aktualisiert werden; es wird permanent nach verfügbaren Updates gescannt der Core und die meisten Plugins können einfach über das Backend aktualisiert werden; es wird permanent nach verfügbaren Updates gescannt
    Template-System Templates können teils von Redakteuren über das Backend angepasst werden; Templates sind vergleichsweise einfach zu entwickeln und anzupassen; es gibt eine sehr hohe Auswahl an freien und kommerziellen Templates Themes können teils von Redakteuren über das Backend angepasst werden; Themes sind vergleichsweise einfach zu entwickeln und anzupassen; es gibt eine sehr hohe Auswahl an freien und kommerziellen Templates

    Fazit: Für Entwickler ist Joomla eindeutig das bessere CMS. Durch das Komponenten-Modul-Plugin-System können Entwickler mithilfe des Frameworks im Prinzip PHP-basiert so gut wie alles von einfachen Websites bis hin zu komplexen Web-Anwendungen oder sogar Webapps umsetzen. WordPress hingegen bietet diese Möglichkeiten in einem solchen Umfang nicht, kann dafür aber mit vergleichsweise wenigen Entwickler-Handgriffen angepasst und erweitert werden.

    Vergleich aus Kunden-Perspektive

    In dieser Tabelle werden beide CMS aus Kunden-Perspektive verglichen, also aus Perspekive derjenigen, die sich eine Website von einem Dienstleister aufsetzen lassen möchten.

    im Nachteil leicht im Nachteil im Vorteil
    Logo JoomlaJoomlaLogo WordPressWordPress
    Skalierbarkeit Joomla lässt sich problemlos(-er) erweitern; Nutzerbereich mit tausenden Usern ist möglich; kann einfacher um Shopsystem, Community uvm. mehr erweitert werden WordPress ist skalierbar für Blogs und Magazine, wer aber plant, später in andere Richtungen zu erweitern, sollte zu einem anderen CMS greifen
    Lernkurve Joomla ist sowohl für Redakteure als auch für Entwickler etwas schwerer zu erlernen, weshalb es  länger dauern kann, wenn ein Webprojekt neu mit Joomla umgesetzt werden soll; verglichen mit TYPO3 ist Joomla allerdings schnell einfach zu erlernen WordPress ist enorm einfach und schnell zu erlernen, sowohl für Redakteure als auch für Entwickler
    Initiale Kosten aufgrund der flachen Lernkurve sind ggf. initial höhere Investitionen in Schulungen nötig; je nach Einsatz der Website muss ggf. auch mehr in die Entwicklung investiert werden, entweder in Form von Eigenentwicklung oder in Form von kostenpflichtigen Erweiterungen; eine typische Joomla-Website dürfte dennoch deutlich günstiger sein als diesselbe Website mit TYPO3 umgesetzt vor allem Onepager und kleine Blogs lassen sich teils in 1 PT umsetzen, und auch die Einarbeitung für Redakteure geht rascher vonstatten als in Joomla; das verringert die initialen Kosten
    Laufende Kosten je nach Einsatz der Website gibt es laufende Kosten für Erweiterungen, die typischerweise jährlich gezahlt werden; hinzu kommt natürlich die Wartung in Form von Updates etc., die je nach Komplexität der Website Kosten verursacht je nach Einsatz der Website gibt es laufende Kosten für Erweiterungen, die typischerweise jährlich gezahlt werden; hinzu kommt natürlich die Wartung in Form von Updates etc., die je nach Komplexität der Website Kosten verursacht

    Fazit: In Bezug auf Kosten hat WordPress ganz leicht die Nase vorn. Ein erfahrener Dienstleister wird aber beispielsweise einen kleinen Onepager sowohl mit Joomla als auch mit WordPress in sehr kurzer Zeit umsetzen. Die flachere Lernkurve wird Joomla dann zumindest initial aber doch etwas teurer machen. Beide CMS sind definitiv günstiger aufzusetzen und zu warten als TYPO3.

    Fazit

    Vor allem Onepager, Mikro-Websites, digitale Visitenkarten, reine Blogs- und Onlinemagazine lassen sich schneller mit WordPress umsetzen und pflegen. Komplexere Websites mit verschachtelter Struktur sowie Websites, an denen verschiedene Nutzergruppen mitarbeiten, lassen sich besser mit Joomla umsetzen und pflegen; dasselbe gilt für Websites mit hohem Anteil an Eigenentwicklung.

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